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Für alle die sich ihre erste Katze ins
Haus holen:
Die
norwegische Waldkatze hat starke Krallen und schätzt die Möglichkeit,
diese zu schärfen und auf Bäume zu klettern. Wie die Menschen,
profitieren auch die Katzen von gelegentlichen Körperübungen. Ihre
Katze sollte daher schon beim Einzug Kratzgelegenheiten und einen
Kletterbaum vorfinden, was gerade für Wohnungskatzen sehr wichtig ist.
Das kratzen und klettern ist für eine Katze wichtig, da es die Krallen
schärft und gleichzeitig auch *Katzengymnastik* ist. Beim
Krallenwetzen werden die Duftdrüsen zwichen den Zehen aktiv, d.h. wenn
sie Ihre Möbel lieben, sollten Sie sich unbedingt einen Kratzbaum
anschaffen.
Die Grundausstattung:
Kratzbaum
(auch
wenn es Kitten sind, nicht zu klein kaufen)
Futternäpfe (min. drei) für Nass-
und Trockenfutter (was immer erreichbar für die katze sein soll) und
einen für Wasser (was einem anderen Platz bekommt)
Katzentoilette
(natürlich
dazugehörend Katzenstreu)
Pflegeartikel
(ein
Kamm und eine Bürste), es genügt, die Katzen einmal wöchentlich
auf Verknotungen
zu untersuchen. Bei Fellwechsel im Frühjahr und im Herbst, besser
öfter kämmen
Spielzeug
(ein
muss für die *Spielfreudige* Waldkatze)
Transportbox
(ohne
geht es nicht, egal ob für den Besuch beim Tierarzt oder evtl.
Ausstellungen). Und
denken Sie dran, nicht zu kleine Boxen, denn aus dem Norwegerbaby, wird
eine stattliche *Großkatze* mit mehreren Kilo Gewicht.
Katzen und Erziehung:
Wie soll das denn
gehen - Katzen
sind nun mal eigenwillig! Stimmt, aber man kann ihnen trotzdem ein
bisschen Benimm beibringen.
Natürlich klappt das nicht so wie bei einem Hund,
ganz einfach, weil Katzen eben anders gestrickt sind. Sie sind zwar
sozial, aber keine Rudeltiere und brauchen keinen Boss, sondern einen
netten Dosenöffner mit Schmuseautomatik.
Eine Katze tut, was sie tun muss
Der Schlüssel zur Erziehung
einer Katze liegt in
ihrem Verhalten - und das muss der Mensch, der sie erziehen will, erst
mal verstehen.
Warum kratzt eine Katze eigentlich?
Ganz einfach: Sie schärft
damit ihre Krallen,
macht nach dem Schläfchen ein klein bisschen Stretsching beim Kratzen,
sie markiert mit dem Kratzen ihr Revier oder zeigt auch in Anwesenheit
von andere Katzen ihre Dominanz durch häufiges Krallenwetzen. Das
Kratzen ist also keine Unart, sondern gehört zum normalen Verhalten,
ist sozusagen ein Grundbedürfnis.
Kratzen ja - aber bitte nur am richtigen Platz!
Der Kratzbaum, der überhaupt
nicht beachtet wird,
steht vielleicht völlig falsch. Manchmal muss es auch gar kein
Kratzbaum sein, es reicht schon eine raue Fussmatte aus Kokos oder
Sisal auf dem Boden, an der sich die Katze austoben kann. Und wenn die
Mieze dann ihrerseits kratzt, gibts natürlich Lob und ein Leckerli.
Alte Gewohnheiten halten sich hartnäckig
Parallel dazu müssen die
eigentlichen
Erziehungsmassnahmen einsetzen. Ab sofort bekommt die Katze ein
scharfes Nein! zu hören, wenn sie sich woanders als am Kratzbaum mit
den Krallen austoben will. Weil Katzen aber Gewohnheitstiere sind, muss
die ehemalige Lieblingsstelle jetzt gründlich verkleidet werden, z.B.
Alufolie, Wachstuch (fühlt sich beides unangenehm an) damit der Zugang
schwer oder ganz unmöglich gemacht wird.
Tricks gegen Terroristen auf Samtpfoten
/p>
Mit dem Prinzip Verständnis
und Abschreckung durch
unangenehme Erfahrungen lässt sich bei Katzen also viel erreichen.
Tricks wie z.B. die Alufolie auf kratzstellen gibt es einige.. Diese
kleinen Gemeinheiten dürfen der Katze aber nie wehtun oder Schaden
zufügen, es geht einfach nur um eine unangenehme Erfahrung in der
entsprechenden Situation. Das merkt sich die Mieze ganz genau und
stellt ihr Verhalten dann meistens um.
Eine hundertprozentige
Garantie gibt es leider
nicht! Da sind nur Geduld und Hartnäckigkeit gefragt. Bei den kleinen
Fiesheiten als Erziehungsmassnahme ist gutes Augenmass wichtig.
Schreien, Festhalten oder sogar Schläge bringen absolut gar nichts,
sondern vergiften die Beziehung zwischen Mensch und Katze nur. Die
Katze bekommt Angst, wird vielleicht aus reiner Notwehr aggressiv - und
schon gerät die Situation ausser Kontrolle.
Immer wieder heisst es auch,
dass man unsaubere
Katzen mit der Nase in ihr Geschäft stoßen soll, wenn sie es an der
falschen Stelle gemacht hat. Das ist eine Zumutung für ein so
reinliches Tier wie eine Katze! Ein weitere schwerer Fehler ist es,
eine Katze am Nackenfell zu packen, hochzuheben und schütteln. Dieser
Tipp hält sich hartnäckig, obwohl er nicht nur falsch, sonder auch
gefährlich ist. Du kannst deine Katze damit verletzen (Vorallem wenn
es kein kleines Kätchen mehr ist)
Zum anderen kündigst Du
damit Deiner Mieze ganz
offiziell die Freundschaft. Denn mit solchen Gesten (z.B. kräftige
Ohrfeigen) vertreibt eine Katzenmutter normalerweise ihren Nachwuchs,
wenn er selbständig werden soll. Du sagst Deiner Katze mit
Gewalttätigkeiten wie dieser deutlich: Hau ab und kümmer dich um dein
eigenen Kram"! - denn Du bist ja eine Art Mutterersatz für sie.
Ungezogen oder Krank?
Samtpfoten
sind sensibel und reagieren schnell mit vermeindlicher Ungezogenheit
auf Veränderungen. Bei besonders zart besaiteten Exemplaren kann es
schon reichen, wenn die Möbel umgestellt werden. Protestpinkeln z.B.
ist häufig Ausdruck von Unmut und Verunsicherung. Hat man also
plötzlich ein Problem mit der Katze, gibt es zwei Dinge zu beachten:
überlege genau, ob es vielleicht einen Grund für so ein Verhalten
geben könnte. Was hat sich geändert? Es kann aber auch körperliche
Ursachen für plötzliche Verhaltensänderungen geben. Katzen können
aber auch wie Menschen erkranken und Verhaltensstörungen entwickeln.
Vorsorge ist besser als Nachsorge
Die
beste Vorbeugung
vor Krankheiten ist eine artgerechte Katzenhaltung.
Sie als Katzenbesitzer, können sehr viel zur Gesunder Haltung Ihres
Stubentigers beitragen. Das regelmässige Impfen, eine gesunde
Ernährung, richtige Pflege und Hygiene sind wichtige Faktoren, die den
Gesundheitszustand stark Beeinflüssen. Nicht zu unterschätzen ist auch
der seelische Gemütszustand der Katzen, der sich entweder positiv oder
negativ auf das Immunsystem auswirkt.
Eine Katze, die in
einem geordneten Haushalt mit ausgeglichenen Besitzern lebt wird
wahrscheinlich seltener krank, als eine Katze, die in einem lauten,
stressigen und hektischem Haushalt ihr Revier aufgeschlagen hat. Katzen
sind sehr empfindsame Tiere und bereits die kleinste Veränderung kann
den Seelenfrieden stören.
Verhalten und Verhaltensprobleme von Katzen zu
erklären, ist ein nicht immer einfachens Unterfangen.
Selbst fachkundige Tierexperten stehen noch so manchem Verhalten dieser
Vierbeiner erstaunt und fragend gegenüber.
Wir haben deswegen eine eigene Seite gestaltet:
Verhaltensprobleme bei Katzen: