Verhaltensprobleme:

 

Verhaltensprobleme

entstehen oft aus Missverständnissen zwischen Mensch und Katze.
Unterschiede zwischen den Erwartungen, die der Mensch in die Katze setzt und deren Bedürfnissen können der Auslöser für Verunreinigungen des Lebensraums oder die plötzliche Aggression gegenüber Artgenossen sein.

Durch Störungen im Verhalten, sei es nun eine echte Störung oder für den Menschen vermeintliche Störung, wird die Beziehung der Katze zum Menschen oft auf eine harte Probe gestellt.

Verhaltensstörungen

Echte Störungen sind gegeben, wenn die Katze durch unnormales (dann: krankhaftes) Verhalten sich selbst, ihren Sozialverband oder ihre Art schädigt.
Derartige Verhaltensstörungen sind allerdings eher selten. Als Auslöser können Erbschäden, Krankheiten, unnatürliche Haltungsbedingungen u.ä. in Frage kommen.
Vermeintliche Störungen des Verhaltens (aus der Sicht des Menschen) sind Verhaltensweisen, die Katzen nun einmal an sich haben,
die aber im Zusammenleben mit dem Menschen nicht toleriert werden - und zum Teil - auch nicht toleriert werden können.
Hierzu zählt oft das Markieren, Kratzen an Möbeln etc.

Beide Arten von Störungen lassen sich grundsätzlich beheben, d.h. sie sind therapierbar.

Wichtig ist in jedem Fall

  • konsequentes Verhalten des Menschen

  • das Wissen, das manche Probleme über einen langen Zeitraum hinweg *behandelt* werden müssen

     

    Aggressivität gegen eine neue Katze:

    Katzen sind Individualisten. Sie können sehr gesellig sein und eine oder andere Katzen als Bereicherung ihres Lebens ansehen sowie enge Bindungen und Freundschaften mit bestimmten Katzenindividuen eingehen.

    Sie können sich aber auch dafür entscheiden, andere Katzen als völlig überflüssig oder sogar als Belastung oder Bedrohung zu empfinden.
    Ganz entscheidend ist, will man eine neue Katze zu einer oder mehreren Katzen hinzugesellen, die sorgfältige Auswahl der Katze hinsichtlich des passenden Alters, Geschlechts, Persönlichkeit und Sozialisation.
    Bei der Wahl der Katze unwichtige Faktoren sind Fellfarbe oder „Niedlichkeitsfaktor“ des neuen Tieres. Des weiteren ist es von großer Bedeutung, wie ich das neue Tier integriere.
    Verlaufen die ersten Zusammentreffen ungünstig, kann eine Feindschaft fürs Leben besiegelt sein.
    Die Praxis für Tierberatung berät sie sowohl vor dem und beim Erwerb der neuen Katze als auch bei der Zusammenführung mit denen schon im Haus lebenden Stubentigern.

    Aggressivität gegen Menschen:

    Manche Katzen zeigen Aggression gegen Menschen, die dem Spektrum, das gegen andere Katzen gezeigt werden kann, gleicht.
    Häufigere Beispiele aus der Beratungspraxis, die dringend therapiert werden müssen, sind: die Katze lauert ihrem Menschen auf, springt und beisst in die Wade, in Beine, Hände oder sogar in extremeren Fällen in das Gesicht.

    Richtige Katzenbisse (nicht zu verwechseln mit den sogenannten Liebesbissen, einem sanften Knabbern statt beißen) sind eine vielfach unterschätzte Gefahr und können zu bösen Entzündungen und Narben führen.
    Fakt ist, ein richtiger Katzenbiss ist nach einem Menschenbiss der Zweitgefährlichste.
    Katzen haben als Fleischfresser ein stark spezialisiertes sekodontes Raubtiergebiss mit vier scharfen Eckzähnen (Canini), jeweils zwei im Ober- und Unterkiefer, die effektive Waffen der Feliden zum fangen und töten der Beute darstellen.
    Die spitzen Zähne können sich wie Injektionsnadeln tief in die Haut bohren und kleine, manchmal auch sehr tiefe, Wunden hervorrufen. Im Maul der Katze wimmelt es von Bakterien, die in den sich schnell wieder verschließenden Wunden eingeschlossen werden können und dort zu Entzündungen, Abszessen und sogar zu einer Blutvergiftung führen können.

    Katzenbisse bitte immer ernst nehmen und einem Arzt vorstellen.

     

    Katzen können uns ja bekanntlich nicht erzählen, wenn sie sich körperlich oder seelisch unwohl fühlen,
    deshalb sind plötzliche Verhaltensänderungen oder -auffälligkeiten oft der einzige Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung ist.
    Natürlich gibt es auch Verhaltensmuster, die uns zwar manchmal seltsam erscheinen oder sogar gewaltig stören,
    welche aber eigentlich gar kein *Fehlverhalten* sind, sondern zum normalen, von der Natur vorgegebenen Verhaltensrepertoir der Katze gehören.
    Zum Glück lassen sich die meisten *Unarten* mit ein bisschen Verständnis und Einfühlungsvermögen relativ schnell abstellen oder zumindest in akzeptable Bahnen lenken.

     

    Bachblüten können helfen ... Aggressionen über Angst bis Unsauberkeit !!!
    Bachblüten können bei Katzen sowohl bei körperlichen als auch psychischen Problemen angewendet werden.
    Denn sie wirken im so genannten elektromagnetischen Schwingungsfeld eines Lebewesens.
    Bachblüten sind die sanfteste Methode Disharmonien bei Katzen zu regulieren.

    Vielleicht finden Sie anhand eines entsprechenden Buches (z.B. *Mit Bach-Blüten unsere Haustiere heilen" von Renate Edelmann)
    -oder noch besser, mit Hilfe eines guten Tierheilpraktikers (der vielleicht noch andere unterstützende Mittel empfehlen kann) den richtigen Mix.

    Die Therapie mit Bachblüten für Katzen ist eine sanfte natürliche Heilweise

    Wir haben deswegen eine eigene Seite gestaltet:

     

    Bachblüten für Katzen:

     

    Probleme im Mehrkatzenhaushalt:

    Katzenmobbing: Mobbing unter Katzen ist weiter verbreitet als Mensch annimmt, aber nicht so offensichtlich für uns, da es nicht notwendigerweise zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen muß.
    Katzen sind Meister darin, Psychodruck auf Mitkatzen auszuüben, ohne das der Halter dies merkt. Die gemobbte Katze zieht sich oft immer mehr zurück, verkriecht sich für immer längere Zeit und wird ggf. unsauber oder andersweitig verhaltensauffällig.
    Mobbing deutet auf gravierendere Probleme im Miteinander der Katzen hin, wo schnell therapeutisch und systematisch das Problem angegangen werden muß, bevor die Fronten so verhärtet sind, dass die Beziehung nicht mehr zu kitten ist und eine Katze die Gruppe verlassen müsste, damit wieder Ruhe einkehrt.

    Woran merke ich, ob in meinem Mehrkatzenhaushalt gemobbt wird?

    Oftmals gar nicht, bis ein Tier verhaltensauffällig wird. Generell gilt, je mehr Katzen in einem Haushalt zusammenleben, desto größer muß die Wachsamkeit des Halters sein, ob auch „wirklich“ alles im Lot ist.

    Warnzeichen können z.B. sein:

  • wenn eine Katze immer in der Türschwelle liegt und einer anderen damit der Durchgang verwehrt wird
  • wenn einer Katze der Zugang zur Toilette verweigert wird oder ihr auf der Katzenkiste aufgelauert und / oder sie unmittelbar nach ihrem Geschäft angegriffen wird
  • wenn einer Katze der Zugang zum Futter erschwert oder verwehrt wird und andauerndes Auflauern und Angreifen, das keine spielerische Komponente beinhaltet.

    Gemobbte Katzen reagieren mit defensiver Laut- und Körperkommunikation wie Fauchen und ggf. Knurren. Je gestresster sie werden, desto öfter zeigen sie diese Reaktionen auch in harmlosen Situationen.

    Wieso mobben sich auch Katzen, die vorher gut miteinander auskamen?

    Häufige auslösende Situationen für Katzenmobbing in der Beratungspraxis:

    Sichern Sie alles in ihrem Haushalt, was Katzen erklettern oder erspringen können, und das ist mehr als man häufig meint.
    Die Plätze, wo man seine Katzen manchmal antrifft, können immer wieder Staunen und Bewunderung hervorrufen, wie sie das wohl wieder geschafft hat.
    Vorsicht ist besonders geboten, wenn mehrere Katze zusammenleben.
    Es passiert sehr oft, dass z.B. durch kleinere „Unfälle“, die in Anwesenheit der später als feindlich betrachteten Katze geschehen, die unschuldige Gefährtin als Auslöser des Schrecks oder des Schmerzen identifiziert und in Folge dessen von nun an bekämpft wird und nur schwer zu therapierende übertragene Aggressionen nehmen bei solchen Vorfällen ihren Anfang.
    Typische Situationen wären z.B. etwas fällt herunter und eine Katze erschrickt sich, ein Gegenstand trifft sie beim herunterfallen versehentlich oder ihr Schwanz wird aus Versehen eingeklemmt in Anwesenheit der anderen.
    eine Katze war aus der Gruppe für eine Zeitlang rausgenommen worden z.B. aufgrund eines Tierarztbesuches oder sie war weggelaufen.
    die Katzen passen eigentlich nicht wirklich zusammen und durch einen weiteren Stressfaktor wurde der bisher unter der Oberfläche brodelnde Konflikt zu Tage gebracht Alterungsprozess, Tumore, Krankheit oder Schmerz können (müssen aber nicht, es gibt auch genug Gegenbeispiele, wo Katzen sich umeinander kümmern) dazu führen, dass langjährige Katzenbeziehungen zerbrechen.

    Die wichtigsten Ratschläge zum Zusammenleben von mehreren Katzen:

    - Vergesellschaften Sie möglichst Katzen im gleichen Alter. Einer ruhebedürftigen Seniorin ein quirliges Jungtier vorzusetzen, kann zu Konflikten führen.
    - Achten Sie auf einen ähnlichen Charakter. Zu einer dominanten Katze passt schlecht ein unterwürfiges Tier.
    - Bieten Sie jeder Katze im Haushalt genügend Rückzugsmöglichkeiten, wo sie ungestört sein kann.
    - Jedes Tier sollte seine eigene Futterschüssel, seinen eigenen Schlafplatz und seine eigene Toilette haben. Günstiger ist es, eine Toilette mehr aufzustellen, als Katzen im Haushalt leben.
    - Sollten Katzen nur in der Wohnung gehalten werden, benötigen Sie viele Spiel- und Kratzmöglichkeiten, um ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben.



















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